WAS WAYFINDING IN DER PRAXIS BEDEUTET
In der Praxis bedeutet Wayfinding nicht das Aufstellen einzelner Schilder.
Es bedeutet die Planung eines vollständigen Orientierungssystems, das dem Nutzer ermöglicht:
– zu verstehen, wo er sich befindet,
– vorherzusehen, wohin eine bestimmte Richtung führt,
– Entscheidungen zu treffen, ohne anzuhalten oder die Orientierung zu verlieren,
– sich effizient zu bewegen – unabhängig von Tageszeit, Verkehrsaufkommen und äußeren Bedingungen.
Ein gut gestaltetes Wayfinding-System sorgt dafür, dass der Nutzer nicht überlegen muss, wohin er gehen soll — Entscheidungen werden intuitiv, ohne Anhalten und ohne Stress getroffen.
Wayfinding-Systeme kommen in öffentlichen, städtischen, parkbezogenen, touristischen sowie institutionellen Räumen zum Einsatz.
AUS WELCHEN ELEMENTEN EIN WAYFINDING-SYSTEM BESTEHT
Ein Wayfinding-System ist eine übergeordnete Struktur, in der einzelne Elemente klar definierte Funktionen erfüllen. Es umfasst in der Regel:
– informative Richtungszeichen,
– Orientierungs- und Distanztafeln,
– Kennzeichnung von Eingängen, Zonen und markanten Punkten,
– Beschilderung von Parks, offenen Flächen und Wegen,
– städtische und institutionelle Beschilderung.
Jedes dieser Elemente ergibt nur als Teil eines größeren Systems Sinn – nicht als eigenständiges Objekt.
WIE EIN WAYFINDING-SYSTEM ENTWICKELT WIRD
Das PRETENDE-Wayfinding-System entsteht nach einem festen, wiederholbaren Prozess:
– Analyse des Raums und des Nutzerverhaltens,
– Identifikation von Entscheidungspunkten und potenziellen Desorientierungsstellen,
– Entwicklung der Informationshierarchie und der Richtungen,
– Auswahl von Form, Materialien und Technologien entsprechend den Nutzungsbedingungen,
– Produktion von Elementen mit vorhersehbarer Dauerhaftigkeit,
– Vorbereitung des Systems für die Montage gemäß der Dokumentation.
Ziel dieses Prozesses ist nicht die reine Ästhetik, sondern Lesbarkeit, Logik und langfristige Systemstabilität.
EINE ZENTRALE VERANTWORTUNG FÜR DAS WAYFINDING-SYSTEM
PRETENDE übernimmt die Verantwortung für das gesamte Wayfinding-System – nicht für einzelne Elemente.
Der Verantwortungsbereich umfasst:
– die Planung des räumlichen Orientierungssystems,
– die Produktion der Elemente gemäß dem Projekt,
– die logische und visuelle Konsistenz der gesamten Informationsstruktur.
Wir realisieren keine zufälligen Schilder ohne räumlichen Kontext, da dies zu Informationschaos führt und das Risiko auf den Investor verlagert.
GRENZEN DER VERANTWORTUNG
Das Wayfinding-System ersetzt oder umfasst nicht:
– die Organisation des Straßenverkehrs oder Änderungen an der Verkehrsinfrastruktur,
– Marketing- und Werbeinhalte,
– Entscheidungen des Investors, die nach Projektabschluss ohne Systemaktualisierung eingeführt werden.
Änderungen der Raumstruktur, der Objektfunktion oder der Informationsinhalte nach Projektabschluss erfordern eine Aktualisierung des Wayfinding-Systems und sind nicht Teil des ursprünglichen Verantwortungsumfangs.
Der Verantwortungsumfang wird stets vor Beginn der Umsetzung definiert.
FAQ – WAYFINDING
Worin besteht der Unterschied zwischen Wayfinding und Beschilderung?
Beschilderung ist ein Element. Wayfinding ist das System, das diesen Elementen Sinn und Logik verleiht.
Gilt Wayfinding nur für große Objekte?
Nein. Wayfinding-Systeme kommen auch in kleineren Räumen zum Einsatz, sofern dort Entscheidungspunkte für Nutzer bestehen.
Kann das System später erweitert werden?
Ja, sofern die ursprüngliche Logik und Informationshierarchie beibehalten werden.
Wer trägt die Verantwortung für Orientierungsfehler der Nutzer?
Die Verantwortung ergibt sich aus dem Projektumfang sowie aus der Übereinstimmung mit der Dokumentation und der tatsächlichen Raumstruktur.
Kann Wayfinding beleuchtet werden?
Ja, jedoch ausschließlich dann, wenn die Beleuchtung eine informative und keine dekorative Funktion erfüllt.